Schlagwörter

, , , , , , , , ,

Zum letzten Mal war ich 2010 auf Mallorca. Damals ging es mit TUIfly von Düsseldorf aus nach Palma de Mallorca und wieder zurück. In diesem Jahr flog ich mit Hamburg Airways von Düsseldorf aus nach Palma de Mallorca. Es war das erste Mal, dass ich mit Hamburg Airways geflogen bin. Zurück nach Düsseldorf bin ich hingegen mit Condor geflogen. In diesem Beitrag möchte ich euch von meinem Erlebnis mit Hamburg Airways auf der Strecke DUS – PMI berichten.

Samstag, 10. August 2013 – Hinflug

Am Samstag Morgen standen wir nun am Check-In Schalter mit dem Wissen, dass beide Koffer etwas mehr als die erlaubten 20 kg wiegen würden. Ich stellte also den ersten Koffer auf das Gepäckband, dann den zweiten… Das Ergebnis lautete 5 kg Übergepäck, welches aber NICHT berechnet wurde! 😉
Glück muss man auch ‚mal haben!

Am Gate angekommen, fuhren wir mit einem Shuttle zu einer nahegelegenen Gangway, in die wir über die Außentreppe zum Airbus A320-200 mit der Kennung D-AHHD von Hamburg Airways gelangten. Ehrlich gesagt, war es das erste Mal, dass ich von Außen über eine Treppe in eine Gangway gelangte. Naja, öfter ‚mal ‚was Neues 😉

IMG_1470

Das erste was mir beim Eintreten ins Flugzeug auffiel, waren die blauen Ledersitze. Diese waren jetzt nicht durchgerockt oder kurz davor, aber dennoch nicht die Neuesten. Am Eingang gab es eine kleine Zeitungs- und Zeitschriftenauswahl. Meine Wahl fiel auf die Gala und Die Welt.

Eigentlich war ich etwas traurig, dass wir nur Gangplätze (28C & 28D) bekommen hatten, doch an unseren Sitzen angekommen war ich froh, dass wir welche bekamen. Ein Fensterplatz müsste sich anfühlen, wie eine Sardine in der Dose. Meine Knie klebten am Vordersitz, drückten bei der Landung quasi dem Vordermann in den Rücken. Eine abartig geringe „Beinfreiheit“! Zum Glück konnte ich meine Beine während des Fluges im Gang ausstrecken. Zwar dauerte der Flug nicht allzu lange, doch auch diese Zeit wäre für den Fensterplatz tötlich gewesen.

IMG_1471

Die Knaller kommen aber erst…

Die Safety Cards waren im Flugzeug nicht einheitlich. So fand ich bei meiner Freundin in der Sitztasche eine Safety Card für einen A319 und bei mir eine für den A320. Auch wenn sich diese beiden Safety Cards bis auf den Flugzeugtypen ähnelten, macht diese Uneinheitlichkeit keinen seriösen Eindruck.

IMG_1472

Und jetzt kommt’s! Beim Starten der Triebwerke drang derartig beißender Kerosingeruch in die Kabine, dass ich dachte, ich stehe direkt draußen und atme die Abgase ein. Sowas habe ich bis dato noch nicht erlebt. Man hörte ja in den Medien immer wieder von Gerüchen in der Kabine, die z.B. auch schon einmal zur außerplanmäßigen Landung führten. Bei uns trat der starke Kerosingeruch jedoch nur am Anfang auf und verschwand zum Glück vor dem Abflug.

Ja, was gibt es sonst noch so über Hamburg Airways zu berichten? Es gab keine Bordunterhaltung, also keine Bildschirme oder Musikkanäle. Dass es jetzt keine Bildschirme im Vordersitz gibt, habe ich auch nicht erwartet, aber dass es Über-Kopf-Monitore geben würde, habe ich allerdings vorausgesetzt. Eventuell habe ich zu hohe Ansprüche, aber im Jahr 2013 kann ich das allerdings erwarten, dass man auf einem Mittelstreckenflug wenigstens Über-Kopf-Monitore den Passagieren bietet.

IMG_1476

Zu Essen gab es einen Tortilla Wrap mit Tomaten Käse. Wirklich toll war er nicht, aber der Hunger trieb ihn schon rein 😉

Zum Trinken gab es für mich einen schwarzen Tee und ein Wasser.

IMG_1474

Nach 20 min Verspätung, die wir vom Start mitgebracht hatten, landeten wir sicher auf dem Flughafen Son San Juan.

IMG_1477

Fazit: Hamburg Airways ist als Fluggesellschaft nicht zu empfehlen. Zwar haben sie unser Übergepäck und den Sonnenschirm nicht berechnet, die geringe Beinfreiheit, fehlende Bordunterhaltung und das mäßige Essen wiegen jedoch schwerer. Schade eigentlich, da ich mich auf diese, für mich neue Airline, gefreut hatte. Zu gut waren die Erinnerungen an Aero Flight, mit der wir 2003 in Urlaub geflogen sind. Ich gebe ja grundsätzlich jeder Airline, sei sie noch so klein, eine Chance, denn klein heißt nicht immer schlecht. In diesem Fall war es leider so. Noch einmal möchte ich nicht mit Hamburg Airways fliegen.


Dienstag, 20. August 2013 – Rückflug

Meinen Tripreport zu dem Rückflug mit Condor findet ihr hier Condor PMI-DUS.

Advertisements