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Nun war es endlich soweit, ich flog am vergangenen Wochenende das erste Mal mit der irischen Billigfluggesellschaft Ryanair. Über diese Airline hört man ja recht viel, sowohl Positives, als auch Negatives. Auf der Strecke Köln/Bonn-Kopenhagen-Köln/Bonn konnte ich mir mein eigenes Bild von der Airline und dem eingesetzten Flugzeug Boeing 737-800 machen.

Meine Eindrücke könnt ihr in dem folgenden Beitrag nachlesen. Viel Spaß dabei!

Freitag, 06.11.2015 Hinflug

Zum Glück habe ich mich zeitig auf den Weg von Hilden zum Köln/Bonner Flughafen gemacht. Einheimische würden mir jetzt zustimmen, wenn ich sage dass die A3 Freitag Nachmittags stark frequentiert ist. Ich kam also pünktlich am Flughafen Köln/Bonn an und habe direkt meinen Koffer bei Ryanair aufgeben. Ich hatte ja heute morgen bereits online eingecheckt und die Bordkarte ausgedruckt, so dass ich zügig fertig war.

Köln Bonn Airport

Der Security Check verlief ebenfalls sehr schnell, da am Airport nicht wirklich viel los war. Der Check erfolgte mit dem Körperscanner des Herstellers ProVision. Das war das zweite Mal, dass ich mit dem Körperscanner kontrolliert wurde. Anders als in Düsseldorf, hat man hier keine andere Möglichkeit, als sich von dem Körperscanner checken zu lassen.

Da ich nun noch ausgiebig Zeit hatte, habe ich für meinen Kumpel im Duty Free noch zwei Dosen Früh Kölsch gekauft. Für mich als Düsseldorfer eine schier unüberwindbare Hürde 😉 Ich konnte mich jedoch nach einigem Zögern dazu aufraffen die insgesamt 3.-€ teuren Dosen zu kaufen. Ist ja quasi für den guten Zweck 😉 Man muss es sich nur schönreden 😉 Hauptsache er freut sich.

Boarding begann und das Flugzeug kam erst ca. 5min nach dem Start des Boardings an. Das nenn ich mal Just in Time. Die Bordkarten wurden mit dem Personalausweis bereits in der Wartehalle überprüft und markiert. Somit musste man beim Einsteigen nur die Bordkarte vorzeigen.

Obwohl die Boeing 737-800, Kennung EI-ENW, eigentlich an einem Gangway-Platz stand, wurde die Gangway nur zum Teil benutzt. Am Ende der Gangway stieg man nicht ins Flugzeug ein, sondern ging die Treppe hinunter zum Vorfeld. Dort stieg man an einer Treppe ins Flugzeug ein.

Erster Eindruck: sehr eng, wenig Beinfreiheit und das Gefühl, dass der Preis sich auch im Innenleben der Kabine widerspiegelt. Der Flieger scheint komplett voll zu sein, kein Wunder bei dem Preis!

Es gibt weder eine Safety Card noch ein Bordmagazin. Naja, das mit der Safety Card ist nicht ganz richtig, es gibt sie nur nicht in Papierform, sondern wurde auf den Vordersitz aufgedruckt. Ein Bordmagazin wär schon cool, einfach zum Durchblättern halt. Auf Wunsch wird lediglich ein Heft mit Duty Free-, Snack- und Getränkeangeboten gereicht.

Mein Sitznachbar, ich selbst hatte den Gangplatz 4D, hat sich eine 0,5l Wasserflasche gekauft, kostete 3€.

Apropos Sitze, diese kann man nicht verstellen. Das sehe ich aber auf einem so kurzen Flug auch nicht als problematisch an. Positiver Effekt, es gibt keinen Ärger mit dem Vorder-, bzw. Hintermann. 

Die Uniformen der Stewardessen sind selten hässlich. In den Farben der Airline, blauer Rock und gelbe Bluse. Sieht aus, wie eine Bedienung in einem absoluten low budget Fastfoodladen. Fehlt nur der Geruch von altem Frittenfett.   

Der Flug ansich war sehr angenehm und ruhig, keine Turbulenzen o.ä. Die Landung erfolgte verspätet im dichten Nebel Kopenhagens.

Ryanair Boeing 737-800

Obwohl der Flughafen nicht sehr groß ist, musste ich einen ziemlich langen Weg zum Gepäckband 2 zurücklegen. Leider war mein Koffer auf der Vorderseite sehr nass, wahrscheinlich ist er heruntergefallen.


Sonntag, 08.11.2015 Rückflug

Nach der zügigen Gepäckaufgabe er wartete mich eine sehr lange Schlange für den Security Check. Ich erschrak mich ein wenig, da ich vermutete, dass ich elendig lange warten müsste. Allerdings ging es recht zügig voran und man musste nie lange stehen, sondern ging immer langsam im Stop and Go voran.

Nach dem Security Check erwartet einen das reinste Shopping Paradies. Man findet hier am Copenhagen Airport so viele Shops, dass man meinen könnte, man wär in einer Shopping Mall.

Zu empfehlen ist der Bäcker Lagkagehuset. Diesen kannte ich bereits aus der Kopenhagener Innenstadt. Da es bei Ryanair bekanntlich kein Snack inklusive gibt, habe ich mir ein Schokocroissant für 20 DKR bei dem vorgenannten Bäcker gekauft.

Ryanair fliegt immer vom Gate F, d.h. hier muss man den weiten Fußweg einkalkulieren (ca. 10 min) und sollte nicht zu lange shoppen. Ansonsten könnte es ziemlich sportlich werden, wenn man den Flieger noch erwischen will.

Endlich am Gate F 7 angekommen, erwartete mich eine karge Halle. Nicht so toll und schön wie die anderen Gates. Hier gibt es lediglich ein paar Getränkeautomaten und zum Glück auch einen 7-Eleven Deli. Hier merkt man, dass der Ryanair, bzw. Easyjet (die scheinen auch von hier zu fliegen) Kunde wenig zahlt und dafür auch wenig bekommt. Das muss man beachten, wenn man mit diesen Fluggesellschaften reist. Bitte beachtet auch, dass es hier an den Gates nicht wirklich viele Sitzplätze gibt, wenn mehrere Flüge starten.

Das Boarding begann meiner Meinung nach zu früh. Nach dem Vorzeigen des Boardingpasses und Ausweises musste ich sehr lange in der Schlange warten. Hintergrund war, dass die Boeing 737-800, Kennung EI-DWI, erst nach Beginn des Boardings verspätet um 18:25h ankam und die Passagiere ersteinmal das Flugzeug verlassen mussten.

Abflug sollte um 18:10h sein, um 18:35h stand ich immer noch in der Schlange… Um 18:47h wurde die Kabinentüre geschlossen. Der Start war daher erst um um 19:05h möglich.

Ryanair Boeing 737-800

Meine Eindrücke des Flugzeugs, bzw. der Kabine könnt ihr oben nachlesen. Da hat sich zum Hinflug logischerweise nichts geändert.

Ich hatte auf diesem Flug den Fensterplatz 3 A. Neben mir saß ein Mann mit seinem MacBook Pro und spielte Civilazation V. Naja, irgendwie war das der Typ nerdiger Freak. Ziemlich nervös und so… 

Der Flug ansich  war sehr ruhig. Für mich ist es immer wieder faszinierend die Städte von oben zu sehen, besonders in der Dunkelheit. Im Anflug auf CGN flogen wir über den Chemiepark in Leverkusen, welchen man durch das beleuchtete Bayer-Kreuz erkennen konnte.

Am Köln/Bonner Flughafen empfingen mich unter anderem drei UPS Boeing 747 und sei UPS MD-11.


Fazit:

Wer zu einem günstigen Preis innerhalb Europas fliegen möchte und dabei auf etwas Komfort und Drumherum verzichten kann, der kommt an Ryanair nicht wirklich vorbei. Der Charme der Kabine ist zwar ungefähr so, als wenn man in einem Hop-on/Hop-off Bus einer europäischen Metropole einsteigen würde, ich finde es jedoch unterm Strich für diesen Preis völlig in Ordnung. Wer für knapp unter 90 € incl. Gepäck auf dem Hin- und Rückflug von Köln nach Kopenhagen und zurück fliegt, der darf sich nicht über die Art und Weise von Ryanair beklagen. Ich werde in 2016 definitiv nocheinmal mit Ryanair fliegen wollen. Meine nächsten Ziele wären Mailand, Barcelona oder Dublin. Ganz nach dem Motto „Zu diesen Preisen muss man reisen“.

P.S. folgendes ist mir im Vergleich zu anderen Airlines aufgefallen:

  • schnelles Boarding
  • schnellerer Ein- und Ausstieg durch die Vorder- und Hintertüre
  • keine Nutzung der Gangways
  • kaum Standzeiten am Boden
  • kein Bordmagazin
  • keine ausgedruckte Safety Card
  • keine Kotztüte
  • kein Snack und Getränk inklusive
  • geringere Beinfreiheit
  • kein verstellbarer Sitz

Falls ihr auch schon Erfahrungen mit Ryanair oder Easyjet gemacht habt, würde ich mich über eure Kommentare unter diesen Beitrag sehr freuen.

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