Schlagwörter

, , , , , ,

Mein erstes Fußballspiel in England sollte das Championship Spiel am 12. Spieltag zwischen den Queens Park Rangers und dem Reading FC sein.

Tickets haben wir uns im Voraus nicht besorgt, daher ging es relativ früh Richtung Stadion. Wir verbanden das mit einem kleinen Spaziergang durch Notting Hill mit Zwischenstopp beim The Real Greek, bevor wir uns am Ticket Schalter mit Eintrittskarten eindeckten. Ein Ticket auf der Ellerslie Road Stand Block X Reihe N Platz 191 kostete 32 £. Wir hatten noch ein bisschen Zeit bis zum Anstoß (15 Uhr lokaler Zeit), die wir natürlich mit typisch englischem Bier verbrachten.

img_1607_jpg

Erstaunlich und ein großer Unterschied zu Deutschland ist, dass keine alkoholischen Getränke mit auf die Tribüne genommen werden dürfen. Wir stellten uns vor die Tribünen, tranken unser Bier und beobachteten die englischen Fußballfans. Uns ist direkt ein kleiner Junge, so max. 10-12 Jahre aufgefallen, der sich mit seiner eigenen vollen Carlsberg Bierflasche vergnügte. Wir dachten erst, dass er diese für seinen Vater halten würde, der neben ihm stand, aber als er davon trank war uns klar, es konnte nur seine eigene sein. Typisch, dachten wir. Sowas gibt es nur beim englischen Fußball   😉

loftus-road-map

Das 1904 gebaute Stadion Loftus Road im Stadtteil Shepherd’s Bush fasst maximal 19.148 Zuschauer und war an diesem Spieltag mit 15.048 Zuschauern gut gefüllt. Das muntere Spiel endete mit einem 1:1 nach Toren von Pawel Wszolek (QPR, 14. Minute) und Daniel Williams (Reading, 21. Minute). Auffällig war, dass es kaum Unterbrechungen gab. Der englische Fußball scheint die härtere Gangart (incl. schöner Grätschen) noch zu zelebrieren. Auch im Vergleich zur deutschen 2. Bundesliga merkt man, dass in England ein anderes Spielsystem gepflegt wird. Weniger auf Ballbesitz zielend, mehr gespielte Pässe/Steilpässe in die Spitze incl. der hierzulande so unbeliebten langen Bälle in die Spitze. Kick and Rush lässt grüßen   😉

img_1608_jpg

Das Stadion selbst ist schon ziemlich in die Jahre gekommen, versprüht aber dadurch noch einen ehrlichen Charme, den viele neue Stadien einfach mit der angestrebten Perfektion und Kommerzialisierung verloren haben. Man ist nah am Spielfeld, es gibt keine Zäune, keine Gräben und sitzt ultra eng auf der Tribüne. Ich kann es kaum erwarten das nächste Stadion in England kennenzulernen.


Links:

Advertisements